Besichtigung der Ausstellung ist zu folgenen Terminen möglich:

Sonntag 12. Februar 13 bis 15 Uhr, Mittwoch 15. Februar 18 bis 19 Uhr

Eintritt: 5,- Euro

Von Angesicht zu Angesicht
Heinrich Heine in Portraits

Ausstellung im Hamburger Heine-Haus:
21. Dezember 2022 bis 26. September 2023

Zur Ausstellungseröffnung am 20. Dezember 2022 sprachen:

Prof. Dr. Anja Dauschek, Direktorin Altonaer Museum
Dr. Beate Borowka-Clausberg , Vorsitzende Heine-Haus e.V., Kuratorin der Ausstellung
Prof. Dr. Alexander Klar, Direktor der Hamburger Kunsthalle



Der 225. Geburtstag Heinrich Heines am 13. Dezember 2022 ist Anlass für eine kleine Ausstellung seiner Bildnisse im historischen Gartenhaus seines Onkels Salomon, dem heutigen Heine-Haus. 
Sowohl Original-Stiche und -Lithographien aus dem 19. und 20. Jahrhundert wie von Julius Giere, Jacob Felsing, Ferdinand Bahmann, August Friedrich Pecht, Charles-Remy Jules François, als auch moderne Darstellungen von Horst Jansen, Andreas Kaps sollen präsentiert werden.


Zusätzlich werden eigens für die Ausstellung Porträts der Künstler Kay Hackemann, Thomas Kälberloh, Friederike Näscher, Albert Schindehütte und Conny Theis zu sehen sein.


Die historischen Objekte sind zum größten Teil aus dem Bestand des Heine-Hauses. Einige weitere Porträts werden als Faksimiles ausgestellt.


Wie sahen Heines Zeitgenossen und wie sehen Künstler unserer Zeit den berühmten, bewunderten, aber auch gehassten Dichter? Diesen polithaltigen Komplex soll eine Gegenüberstellung unterschiedlicher Heine-Porträts heutigen Betrachtern vor Augen führen.
Daraus ergibt sich die nächstliegende Frage: Wie sah Heine sich selbst, welche Darstellungen hat er geschätzt und welche abgelehnt? Wie lassen sich die Aussagen seiner Zeitgenossen mit historischen Ansichten in Einklang bringen? Welches Bild, welche Bilder können sich heutige Betrachter vom Aussehen des Dichters machen? Das sind generalisierbare Fragen, mit denen die Ausstellung aufwarten wird.
Bilder erzählen zudem selbst Geschichten, so haben auch die unterschiedlichen historischen Porträts neben ihrer eigentlichen Entstehungsgeschichte auch die ihrer Provenienzen.

> Hier geht's zum Ausstelungsflyer

Öffnungszeiten: Zu den Veranstaltungen und nach Vereinbarung.



Bildnachweise:
1. Ausstellungsvisual
© Heine-Haus Hamburg
2. Heine Portrait Emil Grimm
© Thomas Kälberloh, 2022/Courtesy Galerie Hengevoss-Dürkop

3. Porträt Heinrich Heine 8
© Cony Theis, 2022/Courtesy Galerie Hengevoss-Dürkop
4. Heinrich Heine bei Ludwig Emil Grimm
© Albert Schindehütte, 2022

5. Störstelle mit Heine I
© Friederike Näscher, 2022

Unser Jahresbericht 2021 ist online

Sommerresidenz 2022
Katerina Poladjan

In diesem Jahr begrüßen wir die Schriftstellerin Katerina Poladjan. Die historische Umgebung des Heine-Hauses wird ihr ab dem 17. August für vier Wochen zum Wohnen und Arbeiten zur Verfügung stehen.

Ermöglicht wird die Residenz durch die Claussen-Simon-Stiftung, die Martha-Pulvermacher-Stiftung und die ZEIT-Stiftung.


Katerina Poladjan wurde 1971 in Moskau geboren und lebt seit 1979 in Deutschland. Auf ihr Prosadebüt »In einer Nacht, woanders« folgte »Vielleicht Marseille« und gemeinsam mit Henning Fritsch schrieb sie den literarischen Reisebericht »Hinter Sibirien«. 
Ihr letzter erfolgreicher Roman „Hier sind Löwen“ war nominiert für den Deutschen Buchpreis 2019 (Longlist) und stand im September, Oktober und November 2019 auf der SWR-Bestenliste. Übersetzungen erschienen bisher in der Türkei, Italien, Niederlande, Bulgarien. Eine französische Übersetzung folgt demnächst.

Katerina Poladjan absolvierte ein Studium der Angewandten Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität in Lüneburg und ein Studium der Darstellenden Kunst in München. Sie nahm 2015 bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt teil, war für den Alfred-Döblin-Preis nominiert und erhielt Stipendien des Deutschen Literaturfonds, des Berliner Senats und der Robert Bosch Stiftung. 2016 war sie Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya in Istanbul.

2021 wurde sie mit dem Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund ausgezeichnet. 2022 erhält sie den Chamisso-Preis der Stadt Dresden und den Rheingau-Literaturpreis.

Ihr aktuelles Buch „Zukunftsmusik“ wurde für den Preis der Leipziger Buchmesse 2022 nominiert.

Katerina Poladjans literarische Verarbeitung historischer Ereignisse schafft eine besondere Poetik, die subtil ihre Texte prägt, so auch in „Zukunftsmusik“. Der Roman spielt an nur einem Tag, dem 11. März 1985, einer der bedeutendsten Zeitenwende der sowjetischen Geschichte und porträtiert vier Frauen-Generationen einer Kommunalka.


Bildnachweis:

Bild 1: Portraitfoto ©Andreas Labes

Bild 2: Buchcover © S. Fischer-Verlag, 2022

Roman Gerber
Mendelssohn | Heine Stipendiat im März 2022

ROMAN GERBER
Mendelssohn | Heine Stipendiat

des Heine-Haus e.V. und der Fanny-und Felix-Mendelssohn-Gesellschaft
im Hamburger Heine-Haus.

Das diesjährige Mendelssohn | Heine Stipendium geht an den Klarinettisten Roman Gerber, der den März im Heine Gartenhaus verbringen wird und zum Werk und Wirken der Klarinettisten und Zeitgenossen Felix Mendelssohn Bartholdys, Heinrich Joseph und Carl Baermann, sowie Simon Hermstedt (1778-1846) und dessen Einfluss auf Louis Spohr (1784-1859) forschen möchte.

Roman Gerber, 1991 am Starnberger See geboren, studierte an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Ulf Rodenhäuser und an der Musikhochschule Lübeck in der renommierten Klarinettenklasse von Prof. Sabine Meyer und Prof. Reiner Wehle.


Weiterführend ergänzte Roman Gerber seine Studien im Konzertexamen bei Rupert Wachter an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Neben den letztgenannten Lehrern hat er bei Prof. Hans-Jürgen Schnoor und Prof. Gerhart Darmstadt seine Kompetenz in historischer Aufführungspraxis und im Bereich Alter Musik erweitert und vertieft.


Bereits während seines Studiums führten ihn Konzertreisen durch Deutschland und das europäische Ausland. Zahlreiche Film- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren dies. Ebenso ist er ein gern gesehener Dozent bei internationalen Meisterkursen für Klarinette und Kammermusik.


Roman Gerbers Repertoire umfasst die frühesten Klarinettenwerke aus dem Spätbarock bis hin zu Kompositionen, die für ihn geschrieben wurden. Gerade die Verquickung von zeitgenössischer Musik mit den großen klassischen und romantischen Werken liegt ihm sehr am Herzen.


Sehr engagiert unterstützt Roman Gerber den Live Music Now Verein von Yehudi Menuhin in Hamburg.
Im Frühjahr 2013 wurde Roman Gerber der Kulturpreis „Musik 2013“ der Stadt Gersthofen verliehen. Ebenso erhielt er im Sommer 2017 den ersten Preis des „Elise-Meyer-Wettbewerbs“ sowie im Februar 2020 den Berenberg Kulturpreis.
Roman Gerber wird gefördert durch die Franz-Wirth Gedächtnisstiftung, Hamburg, so wie die Claussen-Simon-Stiftung, Hamburg.


Bildnachweis für die F&F Zeichnung:
Fanny und Felix Mendelssohn Bartholdy / Illustration Peter Fischer, © KomponistenQuartier Hamburg;
Foto Roman Gerber: © Ralf Luethy

Heine-Haus e. V.
Elbchaussee 31
22765 Hamburg
Tel.: 040-39 19 88 23
Mail: info@heine-haus-hamburg.de

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